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Informationen über das
Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG)

Hier finden Sie Informationen über das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), zur Beschwerdestelle und Begriffserklärungen.

1. Inhalt

Das im AGG normierte Hauptziel ist es, Benachteiligungen aus Gründen:

der Rasse,
der ethnischen Herkunft,
des Geschlechts,
der Religion oder Weltanschauung,
des Alters oder
der sexuellen Identität

zu verhindern oder zu beseitigen.

Das Gesetz will dazu beitragen, dass Diskriminierungen am Arbeitsplatz unterbleiben. Das Diskriminierungsverbot gilt dabei nicht nur für den Arbeitgeber, sondern gerade auch unter Beschäftigten.

Allerdings ist nicht jede Ungleichbehandlung auch gleich eine Diskriminierung oder Benachteiligung!

2. Benachteiligungsformen

unmittelbare bzw. mittelbare Benachteiligung,
Belästigung/sexuelle Belästigung,
Anweisung zur Benachteiligung

Eine Benachteiligung liegt vor, wenn eine/ein Beschäftigte/r aufgrund ihrer/seiner

ethnischen Herkunft (Hautfarbe, Abstammung, Nationalität usw.),
Religion,
Weltanschauung,
Behinderung,
sexuellen Identität (erfasst werden: heterosexuelle, homosexuelle, bisexuelle,
   transsexuelle und zwischengeschlechtliche Menschen),

ihres/seines Geschlechts oder
ihres/seines Alters (Lebensalter)

schlechter behandelt wird, als eine/ein andere/r in einer vergleichbaren Situation.

 

Begriffserklärungen:

Unmittelbar sind Benachteiligungen, wenn eine Person eine weniger günstige Behandlung als eine Vergleichsperson erfährt, erfahren hat oder erfahren würde.

Mittelbare Benachteiligungen sind scheinbar neutrale Verhaltensweisen, Vorschriften und Regelungen, die für alle gelten. In der Praxis wirken sich diese jedoch als Benachteiligung für bestimmte Gruppen aus.

Unter Belästigungen werden unerwünschte Verhaltensweisen verstanden, die eine Person wegen eines Merkmals einschüchtern, beleidigen oder erniedrigen und ein feindliches Umfeld schaffen oder bezwecken zu schaffen. Die sexuelle Belästigung ist eine spezifische Form der Belästigung.

Der Tatbestand der sexuellen Belästigung baut auf dem Tatbestand der Belästigung auf und setzt zusätzlich ein unerwünschtes, sexuell bestimmtes Verhalten voraus, das bezweckt oder bewirkt, dass die Würde der betreffenden Person verletzt wird.

 

3. Pflichten des Arbeitgebers

Der Arbeitgeber ist verpflichtet, alle erforderlichen Maßnahmen, auch vorbeugende, zum Schutz von Benachteiligungen zu treffen. Den vorbeugenden Schutz dient die Aufklärung und Information der Beschäftigten über die Problematik der Benachteiligung am Arbeitsplatz.

4. Rechte der Betroffenen

Beschwerderecht
Leistungsverweigerungsrecht
Entschädigung und Schadensersatz
Maßregelungsverbot

Verstöße gegen das AGG können arbeits- und dienstrechtliche Konsequenzen haben.

Beschwerdestelle nach dem AGG ist Frau Melanie Rasch.

Die Beschwerdestelle hat die Beschwerde inhaltlich zu prüfen und dem/der Beschwerdeführer/in das Ergebnis der Prüfung mitzuteilen.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an den Zirkel für Chancengleichheit und Diversität

Diese Seite wurde zuletzt am 04.10.2021 geändert.

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