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Verbundprojekte als Partner

NEWCOTIANA (Breeding Tobacco for Health)

Das NEWCOTIANA-Projekt ist eine Forschungs- und Innovationsinitiative, die mehrere neue Pflanzenzüchtungstechniken (new plant breeding techniques, NPBTs) kombiniert, um medizinische und kosmetische Produkte in Tabakpflanzen zu produzieren. Mittels neuester molekularer Züchtungsmethoden werden neue Sorten von Tabak und seiner wilden Verwandten Nicotiana benthamiana entwickelt, um hochwertige Verbindungen wie Antikörper, Impfstoffe und Medikamente auf nachhaltige Weise zu produzieren. Durch die Anwendung neuer NPBTs wie der CRISPR-Technik auf die Züchtung von Tabak wird der traditionelle Tabakanbau aufgewertet und damit neue, gesundheitsverträgliche Anwendungen geschaffen. NEWCOTIANA ist ein ausgezeichnetes Testfeld für NPBTs und ihre Anwendungen für eine nachhaltige Landwirtschaft in der EU. Das Projekt wird zuverlässige Daten über die Nützlichkeit, Robustheit, Effizienz und Sicherheitsaspekte von vier ausgewählten NPBTs liefern, wenn diese auf die Züchtung sowohl konventioneller als auch unkonventioneller Pflanzenmerkmale angewendet werden. Daher möchte NEWCOTIANA der Industrie, politischen Entscheidungsträgern und Verbrauchern die experimentellen Daten und die sozialen Kommunikationskanäle zur Verfügung stellen, die den Entscheidungsprozess für die Annahme von NPBTs erleichtern. Das NEWCOTIANA-Konsortium besteht aus 19 Teilnehmern und wird vom Joint Institute of Molecular and Cellular Biology of Plants (IBMP-CSIC) Valencia, Spanien, koordiniert (Kontakt Koordinator: Diego Orzaez). Das IPB ist teilnehmende Institution. Kontaktperson am IPB: Sylvestre Marillonnet. NEWCOTIANA wird durch das Programm Horizon 2020 für Forschung und Innovation der Europäischen Union finanziert (Vertragsnr. 760331; Laufzeit: 54 Monate). Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung des Konsortiums und auf der Projekt-Website.

CHIC-Projekt: Chicorée als Nutzpflanze für Ballaststoffe und medizinische Terpene

Im Rahmen des CHIC-Projektes sollen Chicorée (Cichorium intybus L.)-Sorten entwickelt werden, die der Herstellung von Ballaststoffen mit verbesserter präbiotischer Wirkung für die Darmgesundheit dienen. Aufgrund seiner biosynthetischen Kapazität, hohen Erträge und niedrigen Anforderungen birgt Chicorée großes Potenzial als molecular farming-Produktionspflanze. CHIC möchte dieses Potenzial nutzen, um Chicorée für die Gewinnung gesundheitsrelevanter Verbindungen (Terpene) als potenzielle Leitmoleküle für die Arzneimittelentwicklung zu kultivieren. Um dies zu erreichen, müssen neue Chicorée-Sorten entwickelt werden. Die Züchtung auf konventionellem Wegen ist bei Chicorée derzeit jedoch außerordentlich zeitaufwendig. Daher bietet es sich an, die neuartigen zur Verfügung stehenden Pflanzenzüchtungstechnologien anzuwenden. Darüber hinaus untersucht CHIC die Wechselwirkungen zwischen technologischem Potenzial und gesellschaftlicher Akzeptanz der modernen Pflanzenzüchtung. Das Konsortium wird die technologische Leistungsfähigkeit dieser neuen Pflanzenzüchtungstechnologien sowie die damit verbundenen sicherheitsrelevanten, umweltbezogenen, regulatorischen, sozioökonomischen und breiteren gesellschaftlichen Probleme bewerten. Das CHIC-Konsortium besteht aus 17 Teilnehmern aus 11 europäischen Ländern und einem internationalen Teilnehmer. Das Kooperationsprojekt wird von Wageningen University & Research, Niederlande, koordiniert (Kontakt CHIC-Projektkoordinator Dirk Bosch). Das IPB ist ein teilnehmendes Forschungsinstitut. Ansprechpartner am IPB ist Prof. Alain Tissier. Dieses Projekt wird mit Mitteln des Forschungs- und Innovationsprogramms Horizon 2020 der Europäischen Union gefördert (Vertragsnr. 760891; Laufzeit: 4,5 Jahre). Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung des Konsortiums und auf der Projektwebseite.

Tri-Sustain - Deutsch-Subsaharische Partnerschaft für nachhaltige Resourcennutzung

Das interdisziplinäre Projekt Tri-Sustain hat zum Ziel, ökologisch gefährdete und therapeutisch wirksame traditionelle Arzneipflanzen aus subsaharischen Ländern wissenschaftlich zu bewerten und einer ökologisch verträglichen Nutzung zuzuführen. Neuartig dabei ist die enge Verknüpfung der nachhaltigen bioökonomischen Wertschöpfung mit ökologischer und therapeutischer Nachhaltigkeit. Das Projekt schließt ein Programm zur DoktorandInnen-Ausbildung ein, um auch Ausbildung und Vernetzung von WissenschaftlerInnen zukunftsfähig zu gestalten. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie der Deutsche Akademische Austauschdienst fördern das Projekt. Mehr Informationen finden Sie auf der Projektwebseite. Koordinator ist die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Ansprechpartner: Prof. Dr. Peter Imming (Institut für Pharmazie). Neben dem IPB als Partnerinstitut sind afrikanischen Partneruniversitäten in Tansania, Botswana und Äthiopien bei Tri-Sustain vertreten. Ansprechpartner am IPB: Dr. Norbert Arnold.

PhenoMeNal: Eine umfassende und standardisierte E-infrastruktur für die Analyse von medizinischen Stoffwechsel-Phänotypdaten

In den nächsten zehn Jahren wird die Genombestimmung für eine beträchtliche Anzahl der 500.000.000 EU/EWR-Bürger routinemäßig durchgeführt werden. Verbunden mit der Möglichkeit zu immer preiswerteren Assays zur Metabolombestimmung von Proben, kann der Genotyp dadurch mit dem hochdynamischen Metabolit-Phänotyp von Patienten ergänzt werden. Dies stellt die Basis einer tatsächlich personalisierten und evidenzbasierten Medizin dar. Die Erhebung solcher Daten stellt dramatische Anforderungen an das biomedizinische Datenmanagement und die Rechenkapazitäten in Europa. Nach Schätzungen liegt die voraussichtliche generierte Datenmenge in der Größenordnung von Exabyte. PhenoMeNal wird als Antwort darauf eine integrierte, sichere, dauerhafte, bedarfsgerechte, datenschutzkonforme und nachhaltige E-Infrastruktur schaffen. Das Projekt wird von der Europäischen Kommission im Rahmen von Horizont 2020 gefördert und von 13 Partnern aus 7 verschiedenen Ländern durchgeführt. Koordinator ist das European Molecular Biology Laboratory (EMBL-EBI) in Hinxton, UK. Ansprechpartner am IPB: Dr. Steffen Neumann.

Pflanzliche Biodiversität Indonesiens und menschliche Gesundheit - "Biohealth"

Das Ziel des Projektes ist es, durch wissenschaftliche und technologische Zusammenarbeit zwischen indonesischen und deutschen Forschungseinrichtungen einen gemeinsamen Beitrag zur Identifikation von natürlich vorkommenden Substanzen mit antiinfektiver Wirkung in indonesischen Pflanzen und Pilzen zu leisten, die potentiell für die Entwicklung von neuen pharmazeutischen Wirkstoffen geeignet sind. Das Projekt wird für 3 Jahre vom BMBF gefördert. Kooperationspartner und Koordinator ist die Universität Leipzig. In Indonesien erfolgt eine Zusammenarbeit mit dem Indonesischen Institut für Wissenschaften (LIPI) und der Landwirtschaftlichen Universität Bogor. Ansprechpartner IPB: Herr Prof. Wessjohann. Ansprechpartner Uni Leipzig: Frau Prof. Müllner-Riehl.

RADAR – Research Data Repositorium

Das Ziel des RADAR Projekts ist die Entwicklung und Etablierung einer generischen Infrastruktur für die Archivierung und Publikation von Forschungsdaten. Daten aus unterschiedlichen Fachbereichen sollen langfristig verfügbar und nachnutzbar gemacht werden. Als fachwissenschaftlicher Partner ist das IPB maßgeblich an der Entwicklung eines fachübergreifenden Metadatenschemas beteiligt und überprüft anhand von eigenen NMR-Daten in Testläufen die Funktionalität des Systems während der gesamten Entwicklung. RADAR ist ein DFG-gefördertes Gemeinschaftsprojekt, an dem neben dem IPB die Technische Informationsbibliothek (TIB) Hannover, das Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur (FIZ) Karlsruhe, das Steinbuch Centre for Computing (SCC) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und die Fakultät für Chemie und Pharmazie der Ludwig-Maximilian-Universität (LMU) München beteiligt sind. Ansprechpartner am IPB: Dr. Filipe Furtado, Dr. Andrea Porzel und Prof. Ludger Wessjohann.

COSMOS – COordination of Standards in MetabOlomicS

Das Ziel dieses von der Europäischen Kommission geförderten Projekts ist es, den freien und offenen Austausch von Daten im Bereich Metabolomics zu ermöglichen. Unter der Überschrift „Developing an efficient e-infrastructure, standards and data-flow for metabolomics and its interface to biomedical and life science e-infrastructures in Europe and world-wide” werden die Aktivitäten von 14 Partnern durch das EMBL European Bioinformatics Institute koordiniert, um gemeinschaftliche Standards in diesem Bereich zu setzen und zu fördern. Ziel ist die Etablierung einer effektiven e-Infrastuktur zur Speicherung und Analyse von Metabolomicsdaten und deren Integration mit weiteren -Omics-Datensätzen aus den Lebenswissenschaften. Ansprechpartner am IPB: Dr. Steffen Neumann.

 

SOLUTIONS – Solutions for present and future emerging pollutants in land and water resources management

SOLUTIONS ist ein EU-Verbundprojekt, das mit neuen Methoden, Modellen und Instrumenten die Aufstellung von zukünftigen Richtlinien für Wasser und Umweltschutz unterstützen will. Das Ziel ist es, Lösungen für den Schutz der europäischen Gewässer vor gefährlichen Chemikalien zu entwickeln. Das Konsortium besteht aus 39 Organisationen aus 17 Ländern und wird vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) koordiniert. Ansprechpartner am IPB: Dr. Steffen Neumann und Christoph Ruttkies.

 

BE LOW – Analyse von Wurzel-Merkmalen zum Testen von Umweltfiltern und Nischen-Komplementarität in Grünland-Gesellschaften

Das Projekt "BE LOW" geht der Frage nach, in welcher lokalen Nachbarschaft bzw. Pflanzengemeinschaft eine neu ankommende Art am besten wachsen kann. Dafür sollen vor allem Merkmale mit funktioneller Verbindung zu Boden-Prozessen untersucht werden, wie z.B. Wurzel-Traits und Wurzelexsudate. Wurzeln haben die Fähigkeit unterschiedliche Signalstoffe ins Erdreich abzugeben, um nützliche Mikroorganismen anzuziehen und Schädlinge zu vertreiben. Die Zusammensetzung dieses Wurzelexsudats, das mit massenspektrometrischen Methoden analysiert wird, ist hochkomplex und ändert sich unter verschiedenen Bedingungen. Mithilfe dieser Daten soll u.a. getestet werden, ob die statistische Wahrscheinlichkeit des Miteinander-Vorkommens von Pflanzenarten in einer spezifischen lokalen Nachbarschaft vorhergesagt werden kann. Mit der Verbindung von funktioneller Biodiversitätsforschung, Gesellschaftsökologie und funktioneller Wurzelforschung wird eine wichtige Lücke in der Verknüpfung von oberirdischen und unterirdischen Prozessen geschlossen. Die Partner in diesem Projekt sind neben dem IPB die MLU Halle-Wittenberg und das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv). Ansprechpartner am IPB: Prof. Dierk Scheel.

Untersuchung der Calcium-vermittelten Signaltransduktion bei der pflanzlichen Immunantwort

Pflanzen wehren sich gegen mikrobielle Infektionen durch die Erkennung kleiner pathogen-spezifischer Moleküle mittels spezieller Rezeptoren und einer nachfolgenden Signalkaskade innerhalb der Pflanzenzellen. Das Ziel des Projekts ist es, die Calcium-vermittelten zellulären Prozesse von Anfang der Pathogenwahrnehmung bis zu den Transkriptionsvorgängen zu untersuchen. Schwerpunkt dabei ist die Analyse der MAPKs und der Calcium-regulierten Transkription während der Immunantwort. Die Ergebnisse dieser Forschung werden langfristig dazu beitragen, die Krankheitsresistenz von Pflanzen zu verbessern. Das IPB beteiligt sich gemeinsam mit der Universität von Tel Aviv, Israel (Koordinator) und der Freien Universität Berlin an dem Projekt, das von der German-Israeli Foundation for Scientific Research and Development gefördert wird. Ansprechpartner am IPB: Prof. Dierk Scheel und Dr. Justin Lee.

DFG Graduiertenkolleg 1591 – Post-transcriptional control of gene expression: mechanisms and role in pathogenesis

Im Rahmen des GRK 1591 erhalten im Schnitt etwa 12 Stipendiaten von Wissenschaftlern der Martin-Luther-Universität und des IPB eine interdisziplinäre Betreuung bis zur Promotion. Die Themenfelder decken biochemische bis zellbiologische Aspekte von der Krebs- bis zur Pflanzenforschung ab. Es soll untersucht werden, wie die post-transkriptionelle Kontrolle der Genexpression die Differenzierung der Zellen und damit auch Krankheiten in tierischen und pflanzlichen Modellorganismen beeinflusst. Das IPB ist unter Leitung von Dr. Selma Gago Zachert mit dem Projekt "The role of natural antisense long non-coding RNAs in plants" am Graduiertenkolleg beteiligt.

Diese Seite wurde zuletzt am 26.02.2018 geändert.

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