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Projektgruppe Daten & Substanzbibliothek

Die Projektgruppe “Daten und Substanzbibliothek” organisiert die Speicherung bzw. Archiverung der wissenschaftlichen Daten der Abteilung und die Lagerung von Substanzproben. Letzteres können sowohl biologische als auch chemische Rückstellmuster und Forschungsproben sein. Eng damit verbunden ist die Buchführung im Zusammenhang mit der Convention on Biological Diversity (CBD, „Nagoya Protokoll“). Zu den wichtigsten Zielen unserer Gruppe gehört, die Abläufe in unserer Abteilung und am Institut effizienter zu gestalten. Dazu entwickeln und betreiben wir verschiedene Softwarepakete und treiben strategisch die Digitalisierung voran. Wir fördern die Standardisierung in unserer Abteilung und im IPB und engagieren uns in verschiedenen lokalen und nationalen Initiativen. Beispiele sind z.B. das RADAR-Projekt und das Konsortium NFDI4Chem der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI), sowie die Leibniz-Wirkstoff-Cloud.

Substanzbibliothek und in House-Datenbank

Die von den Wissenschaftlern der Abteilung in Jahrzehnten synthetisierten oder aus hunderten Organismen isolierten Substanzen werden bei uns in der Substanzbibliothek gelagert. Sie stellen einen unvorstellbaren Schatz dar, der uns bei der Suche nach neuen Wirkstoffen, der Untersuchung von Enzymen oder von zellulären Mechanismen wertvolle Dienste leistet. Bei über 20.000 verschiedenen Verbindungen kann niemand mehr den Überblick behalten.

Unsere In House-Datenbank speichert daher, welche Verbindungen wann und von wem hergestellt wurden und wo sich die entsprechende Probe in unserer Substanzbibliothek befindet. Die Bibliothek ist hochdivers und reich an ungewöhnlichen Naturstoffen. Sie wird intensiv in Kooperationen zum Auffinden neuer Wirkstoffe verwendet. So konnten bereits mehrere inzwischen patentierte Geschmacksmodulatoren identifiziert werden. Ferner werden organismische Extrakte und ggf. Fraktionen gespeichert, meist von Pflanzen, aber auch von höheren Pilzen, und selten von Mikroorganismen, oder Tieren/Humanzellen.

Generisches Forschungsdatenrepositorium RADAR

Wir haben in einem disziplinübergreifenden Projektteam aus den Informations- und Naturwissenschaften an der Entwicklung des Forschungsdatenrepositoriums RADAR zur Archivierung und Veröffentlichung von Forschungsdaten mitgearbeitet. Seit März 2017 kann diese Infrastruktur, die unter dem Dach des FIZ Karlsruhe betrieben wird, genutzt werden (https://www.radar-service.eu/de). Wir beteiligen uns an der weiteren Entwicklung dieses Dienstes für Forschende und akademische Institutionen, die ihre Forschungsdaten zuverlässig digital archivieren und publizieren und sie auffindbar und zitierfähig machen wollen.

Konsortium NFDI4Chem

Die Arbeitsgruppe beteiligt sich im Konsortium NFDI4Chem am Aufbau einer Nationalen Forschungdateninfrastruktur.

Leibniz Bioactives Cloud


Im Rahmen des Leibniz-Forschungsverbunds „Wirkstoffe und Biotechnologie“ entwickeln wir eine verteilte Plattform für den Austausch von Daten. Mithilfe dieser Plattform soll die institutsübergreifende Kooperation von Wissenschaftlern erleichtert und der Zugang zu vertraulichen oder anderweitig nicht verfügbaren Ressourcen (Bachelor-Arbeiten, Projektskizzen etc.) verbessert werden.

Softwareprojekt KICKS


Die seit 2007 betriebene Webanwendung KICKS wird von allen Abteilungen des Instituts zur rechtskonformen Verwaltung der Chemikalien (Gefahrstoffkataster usw.) verwendet. KICKS unterstützt Barcode-Scanner und –Drucker, die Suche nach Strukturen und Substrukturen und bietet eine Börsenfunktion. Seit 2015 wird KICKS auch am Institut für Chemie der Föderalen Universität Rio Grande do Sul in Brasilien eingesetzt.

Sammlung biologischer Proben

 

Höhere Pflanzen

- lebende Pflanzen, ca. 500 Arten
- getrocknete Pflanzen

  


Höhere Pilze

- Pilzkulturen: lebend oder kryokonserviert, ca. 1000 Akzessionen
- Pilzfurchtkörper, tiefgefroren oder getrocknet: Dies beinhaltet u.a. die Steglich-Sammlung, einige tausend Exemplare

 

Mikroorganismen und Zellen

Lebende oder kryokonservierte Testorganismen für Bio-Assays (z.B. Pathogene) oder für biotechnologische Produktionen oder als Lieferanten bioaktiver Stoffe für die chemische Analyse (z.B. Algen oder pflanzenassozieerte Bakterien). Bei den Zellkulturen handelt es sich vorrangig um humane Krebszell-Linien.

Diese Seite wurde zuletzt am 10.07.2020 geändert.

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