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12.12.2018

Hugo-Junkers-Preis für gedächtnisfördernden Wirkstoff geht an Wissenschaftler aus Magdeburg und Halle

Pressemitteilung vom 13.12.2018

Das Rhodiola-Forscherteam (v.l.n.r.): Ludger Wessjohann (IPB), Bertram Gerber, Birgit Michels (beide LIN), Markus Fendt (OVGU), Katrin Franke (IPB) und Volkmar Leßmann (OVGU). Foto: Nino Mancini, LIN Magdeburg

Wissenschaftler der Leibniz-Institute für Neurobiologie (LIN) und für Pflanzenbiochemie (IPB), der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU) und des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) haben bei der Vergabe des diesjährigen Hugo-Junkers-Preises den 3. Platz in der Kategorie Innovativste Vorhaben der Grundlagenforschung belegt. Die Preisverleihung fand am 12.12.2018 in Magdeburg statt. Mit ihren Arbeiten zu einem gedächtnisfördernden Wirkstoff aus der Medizinalpflanze Rhodiola rosea konnten die Hallenser und Magdeburger Wissenschaftler die Jury überzeugen.

Die Rosenwurz Rhodiola rosea wird als Heilpflanze zur Steigerung von Konzentration und Erinnerungsvermögen verwendet. Die konkreten gedächtnisfördernden Wirkstoffe waren bisher nicht bekannt. Mit aufwendigen Biotests am LIN sowie mit phytochemischen Analysen am IPB, ist es dem Team gelungen, den Wirkstoff aus der Pflanze zu isolieren und chemisch zu identifizieren. Die gedächtnissteigernde Wirkung der isolierten Substanz mit dem Namen Ferulasäure-Eicosyl-Ester (FAE-20) wurde anschließend mit Verhaltensexperimenten an Fruchtfliegen (LIN) und an alternden Mäusen gezeigt (OVGU und DZNE). Die beteiligten Wissenschaftler hoffen nun auf weitere Einsatzmöglichkeiten des Wirkstoffes in der medizinischen Forschung. Eine Patentanmeldung zur neuen Anwendung von FAE-20 liegt bereits vor.

Der Hugo-Junkers-Preis für Forschung und Innovation wird jährlich vom Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt für zukunftsweisende Produkte und Technologien aus Handwerk, Wissenschaft und Industrie verliehen. Er ist mit insgesamt 80.000 € dotiert. In diesem Jahr hatten sich 82 Bewerber um den Preis beworben. Die besten zwölf Projekte wurden ausgezeichnet. Die offizielle Pressemitteilung des Ministeriums finden Sie hier!

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Mit Selma Gago Zachert, Forschungsgruppenleiterin der AG Regulatorische RNAs, hat das IPB sogar eine zweite Hugo-Junkers-Preisträgerin in diesem Jahr. Frau Gago Zachert holte im Team mit Prof. Sven-Erik Behrens von der Martin-Luther-Universität den ersten Preis in der Kategorie Innovative Vorhaben der Grundlagenforschung. Das Uni-Team bewarb sich erfolgreich mit einem neuen Verfahren zur Impfung von Pflanzen gegen Krankheitserreger.

 

 

Das Team der Martin-Luther-Universität holte den ersten Preis beim Hugo-Junkers-Wettbewerb. Foto: Technologiepark Weinberg Campus

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