Hier einige Bilder meines LLC2:
http://www.ipb-halle.de/~ronald/cpm/LLC2/LLC2_offen.JPG
Blick in das offene Gehäuse. Das Gehäuse ist ein "Standartgehäuse" der
DDR mit den Massen BxHxT 355x82x270mm.
Mangels einer geeigneten Leiterplatte wurde der Bus mit einfachen Drähten
realisiert. Es sind insgesammt 6 Zusatzleiterplatten möglich.
Einer davon allerdings abweichend für
das HiRes-Modul, siehe unten.
http://www.ipb-halle.de/~ronald/cpm/LLC2/LLC2_Motherboard.JPG
Die Hauptplatiene, neudeutsch Motherboard, stellt einen vollständigen
Z80-Einplatienen-Computer dar.
Die Eckdaten sind 4K EPROM für ein Monitorprogram, neudeutsch erweitertes BIOS.
3MHz Takt, 64K dyn. RAM, 3 Zeitgeben, 2 Paralellport und ein dem damaligen Standart-BUS
K1520 angepasster BUS-Anschluss.
Die Bildschirmausgabe hat gegenüber vergleichbaren Z80-Systemen die Besonderheit,
das sie einen Teil des Haupspeichers benutzt und vollständig transparent arbeitet.
Das heisst die Bildschirmausgabe behindert die CPU weder durch Wartezyklen noch
gibt es Bildstörungen durch konkurierende CPU-Zugriffe auf den BWS.
Der Trick besteht darin, das die BWS-Abfrage synchron zum CPU-Takt wärend der
Refresh-Phase erfolgt.
Der Refresh des Hauptspeichers erfolgt automatisch durch die BWS-Ausgabe.
Somit steht ein Z80-Rechner mit vergleichsweise hoher Taktfrqünz zur Verfügung.
Vergleichbare Rechner hatte nur 2,4576MHz da die U880-CPU nur bis 2,5MHz
spezifiziert war.
Im LLC2 wurde sie also übertaktet, wenn keine 4MHz-Version zur Verfügung stand.
2 Konzepte die man später auch beim PCs wieder findet :-)
http://www.ipb-halle.de/~ronald/cpm/LLC2/LLC2_Grafikerweiterung.JPG
Mit dieser Erweiterung wird statt eines nur 2K grossen
ASCII-Bildschirmspeichers ein 16K-Speicherbereich in die Bildschrimausgabe
eingeblendet. Durch einen auf 4K erweiterten Zeichengenerators kann nun
jedes Pixel auf dem Bildschrim einzeln addressiert werden.
Die Darstellungsart ist umschaltbar. Unter CP/L existiert ein Zusatztreiber
mit dem statt der 64Zeichen/32Zeilen ein kompatiebles 80Zeichen/24Zeilen-
Format dargestellt werden kann.
Eine Erweiterung auf Farbdarstellung ist nicht fertig gestellt worden.
http://www.ipb-halle.de/~ronald/cpm/LLC2/LLC2_ROMDisk.JPG
Die ROM-Disk, auch als Modul 3 bezeichnet, enthält Anwenderprogramme wie
zum Beispiel den EPROM-Brenner oder auch das CP/L.
über eine definierte Headerstruktur wird automatisch ein Auswahlmenü erstellt.
http://www.ipb-halle.de/~ronald/cpm/LLC2/LLC2_RAMDisk.JPG
Die RAM-Disk war ein grosser Sprung um ein CP/M-Kompatiebles Betriebsystem
einsetzten zu können.
Die Bauelementebeschaffung war allerdings schwierig.
Durch einen Bekannten, der eine Dienstreise nach Japan machen durfte, bekam
ich 2 Stk uPD424256V (leider konnte er die gewünschten 41256 nicht beschaffen)
Das sind 256K+4Bit dynamisch RAMs. Leider in einer völlig anderen Bauform und
dazu auch noch mit 9bit-Refresh. Der Z80 macht normalerweise nur 7bit-Refresh,
mit Trick auch 8bit. Für das 9. Bit musste als noch zusätzliche Hardware
nachgerüstet werden. Ach ein zusätlicher BUS-Puffer war notwendig.
So ist die Leiterplatte sehr voll geworden.
Der Lohn war eine RAM-Disk mit 384KByte, die nach einiger "Abgleicharbeit"
bezüglich der Impulsflanken und Taktaufbereitung sehr stabil lüaft.
über die schon im Konzept vorgesehenen Möglichkeiten können Teile
der RAM-Disk in 16K-Blöcken in den Hauptspeicherbereich eingeblendet
werden. Das ermöglicht es auch unter CP/L volle 64K
(abzüglich CCP, BDOS und BIOS-Einsprungbereiche) zur Verfügung zu haben.
Teile des BIOS und der Grafik-BWS werden nur bei Bedarf in den Prozessorbereich
eingeblendet.
http://www.ipb-halle.de/~ronald/cpm/LLC2/LLC2_Floppycontroller.JPG
Mein Bekannter brachte mir auch eine Floppycontroller-IC vom Type WD2797 mit.
Dieser Controller ist eigentlich wesentlich komfortabler zu programmieren
und enthält bereits eine digitale PLL.
Damit wurde auch der erste Floppycontroller realisiert.
Da aber dieser Chip praktisch ein Einzelstück war wurde später doch eine
kompatieble Floppy-Baugruppe mit dem U8782 eingesetzt. So konnte die
Softwareentwicklung vereinfacht werden.
http://www.ipb-halle.de/~ronald/cpm/LLC2/LLC2_serielle.JPG
Für eine serielle Schnittstelle habe ich später eine Baugruppe aufgebaut.
Darüber erfolgte die Anstüerung eines Epson LX86-Naedeldruckers.
http://www.ipb-halle.de/~ronald/cpm/LLC2/LLC2_Netzteil.JPG
Als Netzteil kommt für die 5V-Versorgung ein sekundärer Schaltwandler zum
Einsatz. Das verringert die Wärmeentwicklung auf Grund des hohen Stroms bei
5V erheblich. Für die +12V und -12V kommen einstellbare 1A Regler zum Einsatz.