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IPB beteiligt sich an neuem Konzept zur Datenarchivierung und –publikation

Als einer von fünf Kooperationspartnern ist das IPB seit vergangenem Herbst am RADAR-Projekt beteiligt. RADAR (Kurzform für Research Data Repositorium) wurde 2013 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) bewilligt und hat zum Ziel, eine Infrastruktur für die Archivierung und Publikation von Forschungsdaten zu etablieren und damit entscheidend zu deren Verfügbarkeit, Bewahrung und Nachnutzbarkeit beizutragen.

Im Rahmen von RADAR wird als Einstiegsangebot ein fachübergreifendes System zur Forschungsdatenspeicherung entwickelt. In einem zweiten Schritt wird eine disziplinspezifische Datenpublikation und –archivierung mit DOI-Registrierung ermöglicht.

Neben dem IPB sind das Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur (FIZ Karlsruhe), das Steinbuch Centre for Computing (SCC) des Karlsruher Institutes für Technologie (KIT), die Technische Informationsbibliothek der Universität Hannover (TIB) und die Fakultät für Chemie und Pharmazie der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München in das Projekt involviert.

Sowohl das IPB als auch die LMU sind als naturwissenschaftliche Partner in die Projektentwicklung eingebunden. Auf diese Weise wird ein nutzerfreundliches, bedarfsgerechtes Design des Datenrepositoriums sichergestellt. Die Fachwissenschaftler arbeiten deshalb eng mit den Programmentwicklern zusammen.

Bereits während der Entwicklung der RADAR-Infrastruktur wird von den beteiligten Wissenschaftlern des IPB und der LMU exemplarisch anhand von Messdaten der Kernspinresonanzspektroskopie (NMR) und der differentiellen zweidimensionalen Gelelektrophorese (2D-DIGE) die Funktionsfähigkeit des Datenmanagementsystems überprüft. So wird sichergestellt, dass RADAR für ganz verschiedene Datenformate funktionieren wird.

„Ein oft unterschätzter Punkt bei der fachübergreifenden Kooperation, ist die Entwicklung eines gemeinsamen Vokabulars“, sagt Dr. Andrea Porzel, Leiterin des RADAR-Projektes am IPB. Informatiker und Naturwissenschaftler verstehen unter bestimmten Begriffen nicht immer dasselbe. Die Entwicklung eines eigens für das Projekt ausgearbeiteten Glossars ist deshalb unabdingbar und fester Bestandteil der Startphase des Projektes.

Gemeinsam mit Dr. Filipe Furtado, der seit Oktober 2013 am IPB arbeitet, verfolgt Andrea Porzel das Ziel, den Schatz an Forschungsdaten für künftige Generationen zu bewahren, zugänglich und nachnutzbar zu machen.

„Wenn alle Forscher Zugang zu Daten ihrer Fachkollegen erhalten“, meint sie, „kann das zu neuen Erkenntnissen und Denkansätzen führen. Das ist auf lange Sicht ein enormer Gewinn für die Wissenschaft.“

Diese Seite wurde zuletzt am 13.02.2014 geändert.

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