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06.11.2017

Wir verstehen Pflanzen! Oder: Wie macht man einen Imagefilm?

Ein Erfahrungsbericht aus der Presse

Wir verstehen Pflanzen heißt das Motto, mit dem sich das IPB neuerdings auch in bewegten Bildern präsentiert. Auf Initiative und unter fachkundiger Anleitung von Juliane Stratschka hat das Institut sich an ein abenteuer- und erkenntnisreiches Filmvorhaben gewagt. Der Film ist ein Teilprojekt von Frau Stratschkas Masterarbeit zum Thema Einsatz von Bewegtbildern in der Öffentlichkeitsarbeit von Wissenschaftseinrichtungen, die sie im Studiengang Informationsdesign und Medienmanagement an der Hochschule Merseburg anfertigt. Wieviel Arbeit und Herzblut in einem Imagefilm steckt durften alle Beteiligten dabei hautnah erfahren.

Phantasie und Entscheidungsfreude waren bereits im Vorhinein bei uns beiden Pressedamen (Sylvia Pieplow und Antje Hellmuth) gefragt, als es zunächst darum ging, sich über Machart, Zielgruppen und Hauptinhalte zu verständigen. Gestartet wurde unser Filmprojekt in diesem Jahr im Mai. Nach etlichen Imagefilmen, die wir uns im Vorhinein ansahen, entschieden wir uns für eine eher lockere Darstellungsweise, die in erster Linie Sympathie erwecken sollte. Als Zielgruppe hatten wir mit diesem Film all jene Personen im Fokus, die man etwas vage unter breiter Öffentlichkeit versteht. Darunter fallen Studenten, potentielle Bewerber für Bachelor- und Masterarbeiten, Politiker, interessierte Laien und alle Medienvertreter.

Nach einem kurzen Findungsprozess standen für uns drei Hauptbotschaften fest, die wir mit dem Film transportieren wollten.

Wir verstehen Pflanzen. Wir sind die Experten auf unserem Gebiet.

Zweitens: Wir lieben unser Institut. Wir arbeiten gerne hier. Sowohl die technischen Möglichkeiten als auch das kollegiale Umfeld sind am IPB ideal.

Und drittens: Wir sind vielseitig - im Sinne von interdisziplinär und international.

Diese drei Botschaften galt es unserer Filmschaffenden Juliane Stratschka ausreichend klar und verständlich zu machen. Ideen für gute Illustrations- und Hintergrundbilder mussten gesammelt und gedreht werden. Sehr zupass kam uns die Plant Science Student Conference (PSSC), die Anfang Juni von unseren Doktoranden am IPB organisiert und durchgeführt wurde. Hier gab es viele Gelegenheiten junge Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus aller Welt bei Vorträgen und Diskussionen zu filmen. Freilich mussten wir uns im Vorhinein Gedanken machen, wie wir die Einverständniserklärung über die Verwendung der Bild- und Tonrechte von jedem einzelnen Gefilmten, auch von jenen Leuten, die zufällig durchs Bild laufen, einholen. In dieser Zeit lernten wir vor allem eins: Der Organisationsaufwand für einen Film ist hoch, aber es gibt für alles eine Lösung.

Während wir an unserem ersten Drehtag Anfang Juni hauptsächlich Illustrationsbilder einfingen, planten wir bereits zwei weitere Drehtage im Juli und August für Interviews und zusätzliche Schnittbilder. Um unsere Internationalität zu veranschaulichen wollten wir unseren Slogan Wir verstehen Pflanzen in jenen Sprachen propagieren lassen, die hier täglich im Labor gesprochen werden. So haben wir Mitarbeiter verschiedenster Nationalitäten gebeten, uns für unseren Film ihr Gesicht und ihre Sprache zu schenken. Diese Bitte wurde von niemandem abgeschlagen. Unsere ausländischen Kolleginnen und Kollegen kamen ihr im Gegenteil mit Einfallsreichtum und großem Enthusiasmus nach.

Bevor es aber überhaupt zum Dreh kam, hatten wir noch eine ganz besonders schwere Aufgabe zu bewältigen. Von insgesamt 180 Mitarbeitern sollten wir – nach Frau Stratschkas strengen Vorgaben - maximal acht Personen auswählen, mit denen längere Interviews zu unseren Hauptbotschaften geführt werden sollten. In einem mehrstufigen Selektionsprozess haben wir uns für Protagonisten entschieden, die exemplarisch unsere fachliche und auch unsere personelle Vielfalt gut veranschaulichen. Sehr viel mehr Leute hätten in unser Beuteschema gepasst, aber der Streifen sollte ja nicht auf Spielfilmlänge ausgedehnt werden.

Nach der Koordination der unterschiedlichen Drehorte und Akteure erlebten wir spannende Drehtage. Vor allem unsere Protagonisten überraschten uns mit Lockerheit und Einfallsreichtum. Ein jeder von ihnen agierte mit so viel Freude und Enthusiasmus, mit so viel Fröhlichkeit ohne albern zu werden, und auch mit so viel Ernst ohne steif zu wirken vor der Kamera, dass es den Eindruck machte, sie hätten nie anderes getan. Es war für uns eine große Freude mit allen beteiligten Haupt- und Nebendarstellern zusammenzuarbeiten, mit ihnen gemeinsam Szenen zu entwerfen und umzusetzen, Fragen aufzuwerfen und zu beantworten. Hut ab vor dieser glanzvollen Leistung!

Nach unseren drei Drehtagen gab es für uns Presseleute nicht mehr allzu viel zu tun. Wir mussten uns noch etwas Gedanken über die Filmmusik machen, aber auch hier hatte Frau Stratschka bereits eine sehr gute Vorauswahl getroffen, sodass uns die Entscheidung für die passende Musik recht leicht fiel. Alles weitere, die Auswahl, Länge und Reihenfolge der Szenen, den Einsatz von Blenden und Schnittbildern wollten wir komplett unserer Profifilmfrau überlassen. Wir nutzten also die hervorragende Gelegenheit, hier eine Ansicht vom Institut einzufangen, die ganz unverfälscht von außen kommt. Sehr gespannt warteten wir auf die erste Vorschauversion des Films. Hatten wir unsere Botschaft gut übertragen? Konnte sie von Frau Stratschka verstanden und umgesetzt werden?

Sie konnte! Das Ergebnis hat uns überwältigt. Alle unsere Ideen, die wir gerne durch den Film ausgedrückt wissen wollten, wurden von Frau Stratschka so gut verstanden und so professionell umgesetzt, dass bereits die erste Version des Filmes in Szenenauswahl und Machart unsere vollste Zustimmung fand. Kleinigkeiten gab es nur zu ergänzen bei grafischen Elementen und Übersetzungen. Jetzt hofften wir natürlich dass unser Urteil bedingt durch fehlende Distanz nicht allzu sehr ins Rosenrote verfälscht wurde und dass der Film auch bei anderen Menschen Zustimmung findet. Zuallererst bei den Akteuren selbst, aber selbstverständlich auch bei unseren Direktoren und allen Mitarbeitern, die nicht direkt im Streifen mitwirkten. Also präsentierten wir unser Werk einem immer größer werdenden Kreis an Publikum. Zu unserer großen Erleichterung bekamen wir bisher nur positives Feedback, lobende Worte und Begeisterung.

Dieses Lob geben wir gerne an Frau Stratschka weiter. Und bedanken uns herzlich bei ihr für ihre hervorragende Arbeit. Mit der richtigen Mischung aus Strukturiertheit, Kreativität und Pragmatismus hat sie dieses Projekt angepackt und zu einem sehr erfolgreichen Ende gebracht. Weitere Filme mit ihr sind geplant. Wir danken zudem unseren Protagonisten für ihren Mut und Enthusiasmus und auch unseren Direktoren, die ihr Vertrauen in uns setzten, indem sie uns die Koordination dieser wunderbaren Aufgabe übertrugen. Alle, die bei diesem Film als Akteure nicht dabei sein konnten, bitten wir um Nachsicht. Es kommen weitere Filme und gewiss wird es für manche Personen noch Gelegenheiten geben, ihr Showtalent, ihren Mut und ihre Versiertheit vor der Kamera auszuprobieren.

Sie finden den Film in mehreren Versionen auf unseren Internetseiten, auf unserem IPB-YouTube-Kanal und auch auf dem YouTube-Kanal der Leibniz-Gemeinschaft. Wir bitten um vielfache Beachtung und Verbreitung auf allen Sozialen Netzwerken!

Noch mehr Fotos vom Entstehungsprozess des Films gibt es hier.

Viel Vergnügen!
Ihre Sylvia Pieplow

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