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19.06.2017

Tagung der Zukunfts-Säer

Gruppenfoto der Plant Science Student Conference 2017 am IPB (Fotos: Annegret Laub/Michelle Kammel).

Sow your future!“ (Säe deine Zukunft!) hieß das Motto unter dem Doktorandinnen und Doktoranden zur diesjährigen Plant Science Student Conference (PSSC) vom 6. bis 9. Juni 2017 zusammenkamen. Die Konferenz von und für StudentInnen hat lange Tradition an den beiden Leibniz-Instituten IPB Halle und IPK Gatersleben. Dieses Jahr war das IPB als Gastgeber an der Reihe und begrüßte 74 TeilnehmerInnen, die nicht nur dem IPK oder IPB angehörten, sondern zu einem Drittel auch aus anderen Forschungseinrichtungen aus ganz Deutschland anreisten. „Eine erfreuliche Tendenz, die es weiter auszubauen gilt.“, sagt David Edeler, IPB-Doktorandensprecher (Abteilung NWC) und PSSC-Organisator.

Dafür stehen die Chancen gut, denn die Konferenz hat sich dieses Jahr auf hohem wissenschaftlichen Niveau präsentiert. Prof. Jörg Bohlmann von der Universität British Columbia, Kanada, Prof. Dr. Wilfried Schwab vom Campus Weihenstephan der TU München und Dr. Emmanuel Gaquerel vom Centre for Organismal Studies der Universität Heidelberg konnten als Gastredner gewonnen werden. Sie referierten über Naturstoffchemie und pflanzlichen Sekundärstoffwechsel – auch Kernthemen der Pflanzenforschung am IPB. Darüberhinaus stellten die Teilnehmenden ihre Forschungsergebnisse in Themenblöcken wie pflanzen-basierte Chemie, Regulations- und Signalprozesse und Pathogeninteraktionen vor. In den anschließenden Diskussionen wurden Herangehensweisen hinterfragt oder methodische Tipps weitergereicht, sodass der eine oder die andere mit wertvollem Input in den Forschungsalltag zurückkehrte. Außerdem erfreuen sich Workshop-Angebote seit einigen Jahren zunehmender Beliebtheit. Über Themen wie die Anwendung aktuellster Technologien oder Wissenswertes in Sachen Biostatistik diskutierten Junioprofessor Dr. Martin Weissenborn, Dr. Steffen Neumann, Sarah Scharfenberg und Hendrik Treutler vom IPB, sowie Dr. Johannes Stuttmann von der Martin-Luther Universität mit den PSSC-Gästen in interaktiven Gesprächsrunden. Auch bei den Postersessions interagierten die DoktorandInnen eifrig und übten auf beiden Seiten den wissenschaftlichen Diskurs: Einerseits indem sie mithilfe der Poster ihre Forschung präsentierten, andererseits indem sie vor den Postern anderer TeilnehmerInnen versuchten sich in deren Projekte hineinzudenken. „So eine Postersession ist immer gut, um neue Ideen zu bekommen und andere Leute kennenzulernen, die auf ähnlichen Gebieten arbeiten wie man selbst.“ findet Doktorand Michael Niemeyer, der ein Poster zu biochemischen Prozessen bei Pflanzenhormoneinwirkung zeigte.

Doch nicht nur die zahlreichen Teilnehmenden gehen bereichert heraus. „Man lernt unglaublich viel und nimmt immer etwas mit, wenn man so eine Konferenz organisiert.“ sagt Organisator David Edeler rückblickend und fügt hinzu, dass die diesjährige PSSC die teuerste und zugleich die am besten finanzierte am IPB war. Er und sein Team warben Sponsorengelder ein und sorgten mit kompetenter Unterstützung der Abteilung AdmIn für die gesamte Infrastruktur, um eine reibungslose Konferenz zu ermöglichen. Die Finanzierung ist nur einer der vier Organisationsbereiche, die die IPB-DoktorandensprecherInnen zu Beginn der Konferenzplanung unter sich aufteilten. So hatte Ulschan Scheler (Abteilung SZB) mit ihrem Team die wissenschaftliche Organisation in der Hand. Sie fragten Gastredner an, durchforsteten Abstracts und wählten Vorträge und Poster aus. Sarah Scharfenberg (Abteilung SEB) und Team organisierten die gesamte mediale Kommunikation der Veranstaltung und betreuten die Registrierung. Im Vorfeld wurden Einladungen an Universitäten und Forschungsinstitute versendet, wobei sich nicht zuletzt das Netzwerk von Doktorandenvertretungen der Leibniz-Institute als vorteilhaft erwies. Und natürlich kommt keine Tagung aus, ohne dass das leibliche Wohl und das gemütliche Beisammensein bedacht werden. Hierfür sorgten Ammar Jaber (Abteilung MSV) und sein Team. Mit viel Begeisterung wurde seine Idee honoriert, am Exkursionstag eine Rallye durch Halle anzubieten. In bunt gemischten Gruppen lösten die TeilnehmerInnen mehr oder weniger wissenschaftliche Rätsel, die sie zu verschiedenen Stationen in der halleschen Innenstadt führten. Mit Teamgeist und Ehrgeiz wurden hier Punkte gesammelt.

Auch bei den wissenschaftlichen Leistungen galt es zu punkten, denn zum Ende der PSSC wurden schließlich die besten Poster und Vorträge gekürt. Vier PostDocs des IPB, Dr. Kristian Peters, Dr. Christin Naumann, Dr. Stephanie Werner und Dr. Katrin Franke, begleiteten die gesamte Tagung als Jury und zeichneten Ioana Lemnian (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) für den besten Vortrag und Stephan Grunewald (IPB Halle) für das beste Poster aus. Von der Zuhörerschaft bekam Mona Schreiber (IPK Gatersleben) den Preis für den besten Vortrag. Außerdem wurde erstmals ein Preis für die beste Diskussionsteilnahme vergeben. Krishna Mohan Pathi vom IPK Gatersleben hob sich hier während der ganzen Veranstaltung hervor und freute sich, dass sein Engagement geehrt wurde.

„Wir schauen zurück auf eine erfolgreiche, und wissenschaftlich durchgehend qualitativ hochwertige Konferenz“, so Ulschan Scheler, „auch die Gastsprecher haben sehr die professionelle Organisation, die lebendigen Diskussionen und die familiäre Atmosphäre gelobt.“ Die diesjährige PSSC war ohne Zweifel ein Ansporn für zukünftige Studententagungen und für alle ein lohnendes Säen in ihre Zukunft, das hoffentlich reichlich Früchte trägt. 

Hier finden Sie weitere Bilder der Konferenz.

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