Ektomykorrhiza – Die Pilze des Waldes

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Als vor circa 130 Millionen Jahren während der Kreide die Dinosaurier ihre letzte große Blütezeit erlebten, eroberten die Nadelbäume weite Teile der Erdoberfläche. Diese Wälder stellten die herkömmlichen Mykorrhizaformen vor ein Problem: Die Pilze konnten den organischen Abfall – die Streu – nicht mehr aufschließen und den Pflanzen verfügbar machen.
Als Antwort auf dieses Problem entstand die Ektomykorrhiza, eine Symbiose mit Pilzen aus der sich gerade entwickelnden Gruppe der Ständerpilze. Heute ist diese Symbioseform charakteristisch für viele Wälder der kalten und gemäßigten Zonen.

In diesem Kapitel beschreiben wir die beteiligten Pilz- und Pflanzengruppen (), wir stellen die mikroskopischen Strukturen vor, die sie dabei ausbilden () und wir zeigen, auf welche Art und Weise der Pilz die Pflanzen mit mineralischen Nährstoffen versorgt (). Des weiteren berichten wir über die Bedeutung der Symbiose () an den natürlichen Standorten und über mögliche Anwendungen durch den Menschen (). Abschliessend stellen wir einfache Experimente zur Ektomykorrhiza vor ().

Michael Kastler: Lichtwuchsdurchforstung, Fichte, Naturpark Bayrischer Wald