Die Lieferung mineralischer Nährstoffe durch den Pilz

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Pflanzen benötigen eine ganze Reihe von Nährstoffen aus dem Boden: Am wichtigsten sind die Elemente Phosphor und Stickstoff. Stickstoff ist im Pflanzengewebe in zehnmal größerer Menge eingebaut als Phosphor, die Pflanze braucht entsprechend mehr davon. In vielen Böden allerdings ist Stickstoff in ausreichender Menge gut erreichbar vorhanden. Phosphor hingegen ist in Form schwerlöslicher Mineralien gebunden und daher für die Pflanze kaum verfügbar. Dieses Element wird dann zum limitierenden Faktor für das Pflanzenwachstum.

Arbuskuläre Mykorrhizapilze versorgen die Pflanze vor allem mit Phosphaten. Sie erweitern einerseits den Einzugsbereich der Pflanzen für diese Nährstoffe, andererseits gelingt ihnen auch – wahrscheinlich im Zusammenwirken mit speziellen Bakterien – die Auflösung schwerlöslicher Phosphatmineralien. Neben den Phosphaten transportieren Arbuskuläre Mykorrhizapilze noch eine Reihe weiterer Nährstoffe, deren Bedeutung für die Symbiose allerdings als nicht so hoch eingeschätzt wird.

Einzugsbereich der Wurzel ohne Mykorrhiza: Ohne Mykorrhiza erreicht die Pflanze nur den Bereich in direkter Nachbarschaft ihrer Wurzeln. Diese Zone verarmt mit der Zeit an mineralischen Nährstoffen. Das Wurzelsystem muss dann weiter wachsen, um neue Vorräte zu erschließen.
Einzugsbereich der Wurzel mit Mykorrhiza: Die Mykorrhiza erschließt der Pflanze zusätzliche Nährstoffvorkommen. Da sich die Symbiose im Verlauf der Evolution behauptet hat, ist diese Form der Versorgung offensichtlich effizienter, als ein entsprechender Ausbau des Wurzelsystems der Pflanze.
Einzugsbereich der Wurzel: Ohne MykorrhizaMit MykorrhizaStart