Die Rhizosphäre – Leben im Umfeld der Pflanzenwurzel

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Pflanzenwurzeln geben viele Nährstoffe an ihre Umgebung ab und bilden so die Lebensgrundlage für eine große Zahl von Bodenorganismen. Einige von ihnen haben sich die Wurzel als Nahrungsquelle noch besser erschlossen. Sie leben als Parasiten von den Nährstoffvorräten der Wurzeln, oder sie erhalten ihre Nährstoffe im Rahmen von mutualistischen Symbiosen, wie zum Beispiel bei der Mykorrhiza.

Auch unter den Rhizosphärenbewohnern selbst kommt es zu unterschiedlichen Wechselwirkungen: Einige fressen sich gegenseitig, andere leben miteinander in Symbiose. So ergibt sich ein hoch-komplexes Wechselspiel.

Parasitäre und mutualistische Wechselwirkungen: Der Ausgangspunkt für die Entwicklung des komplexen Wechselspiels in der Rhizosphäre war vermutlich ein einfaches Mitessertum (Kommensalismus): Pflanzenwurzeln geben verschiedene Nährstoffe in den Boden ab. So locken sie Organismen an, die von diesen Nährstoffen leben.
Bald entwickelten sich speziellere Beziehungen: Einigen Organismen gelang es, die Abwehrmechanismen der Wurzeln zu überwinden. Ihnen erschloss sich eine wesentlich größere Menge an Nährstoffen; sie wurden zu Parasiten der Pflanze. Andere Organismen förderten das Wachstum der Pflanzen, zum Beispiel durch Anlieferung des Phosphats aus dem Boden. Besser ernährte Pflanzen geben im Gegenzug auch mehr Nährstoffe an den Boden ab. Von diesem Ausgangspunkt führte der Weg direkt in eine mutualistische Symbiose.
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