Verteilung verschiedener Mykorrhizaformen auf der Erde

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Drei verschiedene Mykorrhizaformen prägen das Bild unseres Planeten.

Arbuskuläre Mykorrhiza: An vielen wärmeren Standorten, in Steppen, Wiesen und in den Tropen, zersetzen Mikroorganismen abgestorbenes Pflanzenmaterial sehr schnell. Auf diese Weise werden die darin enthaltenen Nährstoffe wieder freigesetzt und stehen den Pflanzen zur Verfügung. Unter diesen Bedingungen wird Phosphat zum limitierenden Nährsalz, weil es leicht als schwerlösliches Kalziummineral ausfällt. Die Arbuskuläre Mykorrhiza hat sich unter derartigen Bedingungen entwickelt und ist auch heute noch besonders gut an sie angepasst. Deswegen steht der Transport von Phosphat bei dieser Symbiose im Vordergrund. Die Pilze liefern es den Pflanzen aus Bodenbereichen, die die Wurzeln nur schwer erreichen. Vermutlich lösen sie auch schwerlösliche Phosphatdepots im Boden auf und machen sie so verfügbar für die Pflanzen.
Ektomykorrhiza: In den Wäldern unserer gemäßigten Breiten zersetzen sich abgeworfene Blätter und Nadeln nur langsam und unvollständig – auf dem Waldboden entsteht eine Schicht Mull, unzersetztes organisches Material. Größere Mengen an Stickstoff bleiben in dieser Schicht gebunden, deswegen wird dieses Element zum limitierenden Nährstoff für das Pflanzenwachstum. Ektomykorrhizapilze haben sich an diese Bedingungen angepasst. Sie transportieren vor allem Stickstoffverbindungen zur Pflanze und sie lösen diesen Nährstoff aus der Mullschicht heraus.
Ericoide Mykorrhiza: An besonders feuchten, kalten oder trockenen Standorten funktioniert der Abbau von abgestorbenem Pflanzenmaterial noch schlechter als im Wald – eine mächtige Schicht unzersetzten organischen Materials bedeckt den Boden. An den entsprechend ausgeprägten Mangel mineralischer Nährstoffe haben sich die Ericoiden Mykorrhizapilze angepasst. Sie erschließen den Pflanzen besonders schwer zugängliche mineralische Nährstoffe.
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