Verschiedene Formen der Mykorrhiza

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Das Zusammenleben von Pilz und Pflanze gestaltet sich sehr vielseitig. Den höchsten Verbreitungsgrad hat die Arbuskuläre Mykorrhiza. Etwa 80% aller Landpflanzen bilden diese Form. Im Verbreitungsgrad an zweiter Stelle folgt die Ektomykorrhiza, die Symbiose vieler Bäume unserer Wälder. Als spezielle Anpassung an die kargen Bedingungen in Mooren oder in der Heidezone im Gebirge entwickelte sich die Ericoide Mykorrhiza. Bei der Monotropoiden Mykorrhiza und bei den Orchideen leben die Pflanzen auf Kosten der Pilze (Parasitismus). Weitere spezielle Formen sind die Ektendomykorrhiza und die Arbutoide Mykorrhiza.
Monotropoide Mykorrhiza: H. Rylands beschrieb bereits 1842, dass die Wurzeln des Fichtenspargels (Monotropa hypopitys) von Pilzhyphen umsponnen sind. Diese Pilze sind in den meisten Fällen Ektomykorrhizapilze. Sie bilden ein Hartigsches Netz zwischen den Wurzelrindenzellen und wachsen in einzelne Zellen der Epidermis hinein. Bereits 1881 wurde die Hypothese aufgestellt, die Fichtenspargelgewächse könnten über das Mycel eines Mykorrhizapilzes Nährstoffe (mineralische Nährstoffe und Kohlenhydrate) von benachbarten Pflanzen beziehen (Epiparasitismus). Anfang der 1960ger Jahre wurde diese Hypothese mit Hilfe radioaktiver Isotope bestätigt.
Ericoide Mykorrhiza: Mykorrhiza-Symbiose bei Vertretern der Heidekrautgewächse (zum Beispiel bei der Heidelbeere, beim Heidekraut, beim Rhododendron)
Der 6. Abschnitt dieser Präsentation beschäftigt sich ausführlich mit dieser Symbioseform.
Ektomykorrhiza: Bei dieser Mykorrhizaform dringt der Pilz nicht in die einzelnen Rindenzellen ein, sondern verbleibt in den Bereichen zwischen den Zellen der Wurzelrinde und umspinnt die Wurzel mit einem dichten Hyphennetz.
Der 5. Abschnitt dieser Präsentation beschäftigt sich ausführlich mit dieser Symbioseform.
Arbuskuläre Mykorrhiza: Die Arbuskuläre Mykorrhiza wird von mehr als 80% der Pflanzen gebildet. Der Mykorrhiza-Pilz dringt in die Wurzel-Rindenzellen ein und verzweigt sich zu Arbuskeln. Aus diesem Grund spricht man von einem endotrophen Mykorrhiza-Typ.
Der 4. Abschnitt dieser Präsentation beschäftigt sich ausführlich mit dieser Symbioseform.
Mykorrhiza der Orchideen: Die Mykorrhiza der Orchideen wird im 7. Abschnitt dieser Präsentation dargestellt.
Keine Mykorrhiza: Kreuzblütler (Brassicaceen, wie zum Beispiel Kohl oder Raps), Gänsefußgewächse (Chenopodiaceen, wie zum Beispiel Spinat oder Runkelrübe) und die Vertreter einiger weiterer Pflanzenfamilien bilden bestenfalls unter sehr speziellen Bedingungen Mykorrhizen. Da die Mykorrhizasymbiosen vor der Entwicklung dieser Pflanzenfamilien entstanden, haben diese Pflanzen die Möglichkeit zur Symbiose offenbar erst im Nachhinein verloren.
AllgemeinesMonotropoide MykorrhizaEricoide MykorrhizaEktomykorrhizaArbuskuläre MykorrhizaMykorrhiza bei den OrchideenKeine Mykorrhiza