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Geschichte

Ein Institut mit Tradition

Ansicht von 1946
Ansicht von 1946

Das Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie (IPB) ist eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung der Leibniz - Gemeinschaft. Es wurde 1958 von dem berühmten Pharmazeuten und Biochemiker Kurt Mothes im Auftrag der Deutschen Akademie der Wissenschaften der DDR gegründet. Unter seiner Federführung wuchs die Forschungsstätte nicht nur in wissenschaftlicher Hinsicht, sondern auch in seiner sichtbaren Gestalt. 1964 waren die letzten Labortrakte und Gewächshäuser fertiggestellt. Mothes, Präsident der Deutschen Akademie der Naturforscher „Leopoldina“, trieb bis 1967 als Direktor des Institutes die hiesigen Forschungsarbeiten richtungsweisend voran.

In Benno Parthier fand das IPB 1992 einen weiteren weltbekannten Direktor. Parthier, ebenfalls Präsident der „Leopoldina“, steuerte das Institut sicher durch die Wirren der Wendezeit. Unter seiner Leitung wurde es 1992 im Zuge der Eingliederung der DDR-Forschungslandschaft ins BRD-System in die Wissenschaftsgemeinschaft der sogenannten „Blauen Liste“ aufgenommen, die sich seit 1997 nach Deutschlands bekanntestem Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz benennt. 

Zum Zeitpunkt seiner Neugründung 1992 befanden sich die Institutsgebäude, Labore und Gewächshäuser in einem desolaten und stark sanierungsbedürftigen Zustand. Seit dieser Zeit hat das IPB als Bauherr etwa 24 Millionen € für Umbau und Sanierung der Institutsgebäude ausgegeben. Diese Mittel wurden je zur Hälfte vom Land Sachsen-Anhalt und vom Bund aufgebracht. Neben der Grundsanierung der alten Bausubstanz wurden einige Bereiche auch komplett neu errichtet. Dazu gehören u.a. das Chemikalienlager und das Phytotechnikum mit seinen begehbaren Phytokammern. Die Isotopenlabore und ein kleines Gewächshaus für radioaktiv markierte Pflanzen wurden nach den geforderten Sicherheitsbestimmungen umgebaut und aufgerüstet. Besonders sehenswert sind die neuerbauten Gewächshäuser mit ihren vollklimatisierten Glaskammern.

Heute gehört das IPB zu den renommiertesten wissenschaftlichen Instituten Deutschlands. Unter der engagierten Leitung von Professor Ludger Wessjohann findet es auf dem Gebiet der Pflanzenforschung weltweit große Beachtung. Alle Labore verfügen über eine exzellente apparative Ausstattung, die eine Anwendung modernster chemischer und molekularbiologischer Methoden erlaubt. Die multidisziplinäre Forschungsarbeit in vier verschiedenen wissenschaftlichen Abteilungen spiegelt sich in der Vielzahl der Patente und Publikationen in international angesehenen Fachzeitschriften wider. Zurzeit beschäftig das IPB etwa 190 Mitarbeiter. 100 von ihnen sind Wissenschaftler.

In enger Zusammenarbeit mit der benachbarten Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg nimmt das IPB Berufungen für Professoren vor. Diese enge Kooperation kommt sowohl der Forschung als auch der Lehre zugute. Darüber hinaus bestehen enge Verbindungen zum Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben.

Diese Seite wurde zuletzt am 15.02.2013 geändert.

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