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Wahrnehmung extrazellulärer Schädigung

Pflanzen sind häufig Verletzungen ausgesetzt und dienen als Wirte für verschiedene Schädlinge und Krankheitserreger. Dafür benötigen sie Mechanismen, die die Schädigung wahrnehmen, die Pflanze über Gewebezerstörung informieren und Prozesse initiieren, die zum Ziel haben das physiologische Gleichgewicht wiederherzustellen. Diverse Schadenssignale können die Pflanzen über das Auftreten chemischer und physischer Verletzungen informieren. Der Jasmonat (JA)-Signalweg ist ein Hauptregulator der Pflanzenabwehrreaktion. Trotz seiner Wichtigkeit ist jedoch noch immer nicht bekannt, welche molekularen Mechanismen die JA-Produktion auslösen. Kürzlich haben wir neue Mutanten isoliert, welche jetzt charakterisiert werden, mit dem Ziel diese Sensor-Mechanismen zu identifizieren. Des Weiteren messen wir den Reiz, der benötigt wird um die intrazelluläre JA-Signaltransduktion mit einer mechanistischen Vorgehensweise zu aktivieren.

Zellspezifität der Jasmonat (JA)-Reaktion

Die Aktivierung der JA-vermittelten Abwehr ist aufwendig und geht oft mit signifikanter Wachstumshemmung einher. Um einen örtlichen und zeitlichen Ausgleich zwischen Wachstum und Abwehr effektiv zu koordinieren, wird die durch MYC Transkriptionsfaktoren (hauptsächlich MYC2, MYC3 and MYC4) vermittelte JA-Signaltransduktion normalerweise durch einen modularen Repressorkomplex von JAZ, NINJA and TPL Proteinen gehemmt.Das Vorhandensein einiger MYCs und 13 JAZ Genen in Arabidopsis, denen einige dem alternativen Spleißen ausgesetzt sind, deutet daraufhin, dass diverse Optionen für die Erkennung kleiner Moleküle und die Regulation der Signaltransduktion in verschiedenen Geweben und Zelltypen vorhanden sind.

Wir erforschen momentan diese zellulären Spezifitäten in den JA-regulierten Reaktionen.

Diese Seite wurde zuletzt am 01.08.2017 geändert.

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