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Das übergreifende Forschungsthema der Abteilung Molekulare Signalverarbeitung besteht darin zu verstehen, wie Pflanzen molekular und systemisch auf veränderte Umweltbedingungen reagieren und sich optimal anpassen. Diese Thematik ist nicht nur von grundlegendem Interesse für die Pflanzenbiologie sondern auch von gesellschaftlicher Relevanz hinsichtlich zukünftiger Ertragssicherung und Qualitätsverbesserung von Nutzpflanzen, insbesondere im Kontext des globalen Klimawandels.

Als Konsequenz ihrer sessilen Lebensweise haben sich Pflanzen zu Spezialisten sowohl der Anpassung als auch des Widerstandes entwickelt. So reagieren Pflanzen auf lokale Veränderungen in ihrer Umgebung mit gerichtetem Organwachstum, um günstigere Areale zu erreichen oder unvorteilhafte Bedingungen zu vermeiden, sowie mit einer profunden Anpassung ihres allgemeinen als auch spezialisierten Stoffwechsels, um chemisch effizienter zu kommunizieren und sich wirksamer gegen Fraßfeinde oder Krankheitserreger zu schützen. Pflanzliche Reaktionen auf die Umwelt werden oft über die Einbindung hormonaler und assoziierter Module der Signaltransduktion gesteuert und auf zellulärer sowie systemischer Ebene realisiert. Im Blickpunkt der Abteilung steht die Bearbeitung der prinzipiellen Fragestellung, wie pflanzliche Organismen auf molekularer und zellulärer Ebene abiotische und biotische Parameter wahrnehmen, den Informationsgehalt dieser intepretieren und über biochemische Signalwege prozessieren, um letztendlich adäquat auf Umweltveränderungen mit spezifischer Anpassung ihres Stoffwechsels sowie Wachstumsverhaltens zu reagieren.

Diese ambitionierten Ziele werden in vier Arbeitsgruppen mit weiteren verknüpften Projektgruppen interaktiv verfolgt. Besondere Forschungsschwerpunkte bilden hierbei Untersuchungen (i) zu Mechanismen der Perzeption abiotischer Faktoren, wie z.B. mineralische Nährstoffverfügbarkeit oder moderate Erhöhung der Umgebungstemperatur, (ii) zur Organisation und Regulation des Abwehrstoffwechsels, und (iii) zur Signalintegration in der pflanzlichen Hormonwirkung und Perzeption chemischer Mediatoren. Chemische Wechselwirkungen zwischen Wurzelsystem und Rhizosphäre bilden einen weiteren Fokus abteilungsübergreifender Forschungsaktivitäten.

Diese Seite wurde zuletzt am 06.11.2015 geändert.

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