Öffentlichkeitsarbeit
HopfenausstellungArzneipflanze des Jahres 2007 Ab sofort zur Veröffentlichung frei - 18.06.2007 Dass Hopfen nicht nur für milde Würze im Bier sorgt, soll die nächste Ausstellung am Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie (IPB) demonstrieren. Der Deutschen liebste Nutzpflanze mit dem lateinischen Namen Humulus lupulus verfügt nämlich über eine Vielzahl an biologisch aktiven Inhaltsstoffen, um deren heilsame Wirkung man zum Teil schon im Mittelalter wusste. Um diese Seite der Pflanze mehr in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit zu rücken, wurde Hopfen zur Arzneipflanze des Jahres 2007 gewählt. Das IPB forscht schon seit mehreren Jahren an Hopfeninhaltsstoffen, die in Zukunft als Leitstrukturen für die Entwicklung neuer Medikamente dienen könnten. Aus diesem Grund und zu gegebenem Anlass wird das Institut die Wanderausstellung des Hopfenmuseums Wolnzach beherbergen.
Zur Vernissage, die am 3. Juli 2007 um 10.00 Uhr im Foyer des IPB am Weinberg 3 stattfindet,
möchten wir alle Interessenten herzlich einladen. Die Eröffnungsrede wird Frau Anne-Marie Keding, Leiterin der Abteilung Landwirtschaft des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt halten. Gegen 11.00 Uhr spricht Dr. Johannes Mayer über Hopfen als Arzneipflanze. Weitere Informationen zur Veranstaltung entnehmen Sie bitte dem Programm.Die Ausstellung kann bis zum 27.7.2007, werktags von 9.00 bis 16.00 Uhr am IPB besichtigt werden.
Hintergrund:
Das Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie forscht an einem Hopfeninhaltsstoff namens 8-Prenylnaringenin (8-PN). Dieses sogenannte Phytoöstrogen, ein Pflanzeninhaltsstoff mit milder östrogener Wirkung, wird von der Hopfenpflanze nur in sehr geringen Mengen produziert. Die Chemiker der Abteilung Natur- und Wirkstoffchemie des IPB haben ein patentiertes Verfahren entwickelt, mit dem man 8-PN in hoher Ausbeute aus dem verfügbaren Hopfenprodukt Xanthohumol extrahieren kann. 8-PN hat einen positiven Einfluss beim prämenstruellen Syndrom und bei Beschwerden in den Wechseljahren. In diesem Zusammenhang wird die Substanz auch als Wirkstoff zur Vorbeugung von Osteoporose diskutiert. |
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