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Mykorrhiza neu


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Mykorrhiza im neuen Gewand

Ab sofort zur Veröffentlichung frei - 30.09.2004

Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie versendet kostenlos neue Lernsoftware für den Biologieunterricht an alle Gymnasien Sachsen-Anhalts

Wissenschaftler des Leibniz-Institutes für Pflanzenbiochemie (IPB) haben ihre interaktive Lern-CD über die Mykorrhiza aktualisiert. Ebenso wie die erste Version, soll jetzt auch die Neuauflage der CD an alle Gymnasien Sachsen-Anhalts und Leipzigs verschickt werden. Etwa 120 Schulen werden in den nächsten Tagen per e-mail über unser Vorhaben benachrichtigt. Bei Interesse können sie sich am IPB melden und bekommen die CD kostenlos zugeschickt. Auch Interessenten der Medien können auf diesem Wege ein Exemplar bestellen. Die Präsentation kann natürlich auch auf unseren Webseiten betrachtet oder kostenlos heruntergeladen werden

Die erste Version des Lernprogramms wurde im Jahre 2001 u.a. von Thomas Fester, Wissenschaftler am IPB, gemeinsam mit Schülern des hallischen Georg-Cantor-Gymnasiums entwickelt. Das Programm richtet sich an Schüler, Studenten und interessierte Laien. Finanziert wurde das Projekt im Rahmen von PUSH (Public Understanding of Sciences and Humanities), einer Initiative des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft. In einer breit angelegten Initiative wurden damals etwa 1500 Exemplare der CD an alle Gymnasien Sachsen-Anhalts und zahllose Privatpersonen verschickt. Jetzt sollen die Nutzer auch in den Genuss der aktuellen Version kommen. Neben neuesten Forschungsergebnissen und Anleitungen für einfache Schulversuche enthält die aktualisierte CD auch mehr als 100 Abbildungen und Animationen sowie umfangreiche Literaturangaben zum Thema Mykorrhiza.

Als Mykorrhiza (griech. mykes = Pilz und rhiza = Wurzel) bezeichnet man Symbiosen, die Pflanzen unterirdisch mit Pilzen eingehen. Die enge Lebensbeziehung bringt Vorteile für beide Partner: Der Pilz versorgt die Pflanze mit Mineralien und Wasser. Im Gegenzug erhält er von der Pflanze Kohlenhydrate. Die Mykorrhiza hat den Pflanzen vor rund 0,5 Milliarden Jahren geholfen, das Festland zu besiedeln. Noch heute wachsen etwa 90 Prozent aller Pflanzenarten in Symbiose mit den entsprechenden Pilzen. "Es gibt eigentlich kaum einen Flecken Erde, wo keine Mykorrhizapilze wachsen", konstatiert Fester. Besonders bei der Rekultivierung von zerstörten Anbauflächen kann der Pilz wahre Wunder vollbringen. "Wird der Boden mit dem Pilz beimpft, fördert dieser maßgeblich das Pflanzenwachstum", erklärt der promovierte Chemiker.

Die Erforschung der molekularen und biochemischen Grundlagen der Symbiose gehört zu den Schwerpunkten der Abteilung Sekundärstoffwechsel am Institut. Mit der CD soll das Interesse für diese spannende Lebensgemeinschaft geweckt werden.

Kontakt
Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie
Weinberg 3
06120 Halle (Saale)

Sylvia Pieplow
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel: +49 (0) 3 45 - 55 82 11 10
Fax: +49 (0) 3 45 - 55 82 11 19
E-Mail: spieplow@ipb-halle.de


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