
Die pflanzliche Entwicklung ist, wenn auch genetisch determiniert, so doch in erheblichem Umfang durch biotische und abiotische Umweltfaktoren modulierbar. Dadurch ist gewährleistet, daß Entwicklungsprogramme an jeweilige Standortbedingungen angepasst beziehungsweise Schutz- und Abwehrreaktionen in Stresssituationen eingeleitet werden. Dies bietet bei der sessilen pflanzlichen Lebensweise einen Vorteil. Die Grundlage dieser Prozesse bildet die Fähigkeit von Pflanzen, die entsprechenden Umweltfaktoren zu erkennen und über Signaltransduktions-Prozesse in veränderte Genexpressionsmuster zu übersetzen. Die Untersuchung der molekularen Mechanismen dieser Vorgänge steht im Mittelpunkt der Arbeiten der Abteilung "Stress- und Entwicklungsbiologie". Bei den biotischen Umweltfaktoren konzentrieren sich die Arbeiten insbesondere auf die Wechselwirkungen von Pathogenen mit Pflanzen, die für sie keine Wirtspflanzen darstellen. In diesen Fällen zeigt die Pflanze eine stabile Resistenz, die auf der Aktivierung einer aus vielen Komponenten bestehenden Abwehrreaktion beruht. Mehrere Arbeitsgruppen der Abteilung untersuchen Erkennungs-, Signaltransduktions- und Genaktivierungsprozesse, die bei der Wechselwirkung von Pflanzen und Pathogenen eine Rolle spielen.
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Unter den abiotischen Umweltfaktoren werden schwerpunktmäßig Schwermetalle in ihrem Einfluß auf die pflanzliche Entwicklung untersucht. Die Arbeitsgruppe "Schwermetallstress" studiert am Beispiel einer Schwermetall-akkumulierenden Modellpflanze die Struktur und Funktion von Genen, die für die Toleranz dieser Pflanze gegenüber ansonsten toxischen Schwermetall- konzentrationen verantwortlich sind.

Forschungsgruppen
Molekulare Kommunikation in Pflanze- Pathogen- InteraktionenWolfgang Knogge
Zelluläre SignaltransduktionDierk Scheel & Justin Lee
Induzierte PathogenabwehrDierk Scheel & Sabine Rosahl
Bioinformatik & MassenspektrometrieSteffen Neumann
Metabolite Profiling in Arabidopsis und NutzpflanzenDierk Scheel
Auxin-SignaltransduktionMarcel Quint
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